Die Heilige Dreifaltigkeit

„Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ 2. Korinther 13,13


Lieber Leser! Dieser Bibelvers ist dir vielleicht vom Ende des Gottesdienstes bekannt. Oft hören wir ihn als Segen, vielleicht sprechen wir ihn schon fast gemeinsam mit dem Pfarrer.

Paulus erwähnt zuerst Christus. Das ist kein Zufall. Der Anfang und die Mitte des christlichen Lebens ist die Gnade Jesu Christi. Eine der wichtigsten Erkenntnisse unseres reformierten Glaubens ist gerade, dass wir aus Gnade gerettet werden. Die erste Frage und Antwort des Heidelberger Katechismus bekennt dies so: „Ich bin nicht mein eigen, sondern gehöre mit Leib und Seele, im Leben und im Sterben, meinem treuen Heiland Jesus Christus, der mit seinem kostbaren Blut für alle meine Sünden vollkommen bezahlt hat.“

Danach spricht der Apostel von der Liebe des Vaters. Gott hat uns so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat. Gott sucht uns, auch wenn wir uns von ihm entfernen. Dieser Text verkündigt heute, dass es eine Liebe gibt, die nie versiegt. Es gibt einen himmlischen Vater, der sich niemals von den Seinen abwendet.

Schließlich erwähnt der Apostel den Heiligen Geist. Der Heilige Geist verbindet uns mit Christus und miteinander. Er formt uns zu einer Gemeinde. Das ist heute besonders wichtig zu hören. Der moderne Mensch verschließt sich leicht in sich selbst. Es gibt viele einsame Menschen, sogar in Gemeinschaften. Wir brauchen einander besonders, gemeinsames Gebet, Gottesdienst, Gespräche miteinander, gegenseitige Ermutigung und Trost.

Wo der Heilige Geist wirkt, entsteht Gemeinschaft. Der Herr schenke uns, dass auch wir unseren Platz in dieser Gemeinschaft finden! Amen.

GEBET: Himmlischer Vater! Ich danke dir für die Gnade Jesu Christi. Danke für deine unveränderliche Liebe, die mich niemals allein lässt. Wirke bitte durch deinen Heiligen Geist in uns und unter uns! Amen.

Sebestyén Elek Előd