Verbot

"Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen?" (1. Mose 3,11)

Wenn an einer Kreuzung die Ampel auf Rot schaltet, weiß der Fahrzeugführer, dass er anhalten muss. Der Fußgänger weiß, dass er die Fahrbahn nicht betreten darf. Tut er es doch, kann er sein eigenes Leben und das Leben anderer gefährden. Für uns, die Generationen nach dem Sündenfall, ist es völlig selbstverständlich, dass verbotene Handlungen schwerwiegende Folgen haben. Das erste Menschenpaar im Garten Eden wusste dies nicht. Sie aßen von der Frucht des verbotenen Baumes. Nachdem Adam und Eva von dieser Frucht genommen hatten, machten sie sich Schurze aus Feigenblättern und versteckten sich zwischen den Bäumen des Gartens Eden. Warum versteckten sie sich? Weil sie sich für ihre Tat schämten. Doch es war bereits zu spät. Als Gott den Menschen fragte, schob dieser die Verantwortung auf die Frau, und die Frau schob sie auf die Schlange.
Auch wir begegnen im Laufe unseres Lebens zahlreichen Verboten. Von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter müssen wir verschiedene Regeln befolgen. Doch bemühen wir uns wirklich, diese Gebote einzuhalten?
Mein christlicher Bruder, meine christliche Schwester! Gott vertrieb das erste Menschenpaar aus dem Paradies. Nicht weil Er grausam war, sondern weil die Sünde Strafe nach sich zieht. Wenn wir die Gebote des Herrn befolgen, müssen wir uns später weder rechtfertigen noch die Folgen unserer Verfehlungen tragen. Das Abschieben der Verantwortung durch Adam und Eva erinnert mich an die Worte von Kölcsey Ferenc, der in seinem Werk Parainesis an Kölcsey Kálmán schrieb: „Wer nicht getan hat, was er tun sollte und hätte tun können, wird nicht glücklich sein. Wer aber seine menschlichen und bürgerlichen Pflichten treu erfüllt hat, kann in seinem Gewissen glücklich sein.“ Amen.

GEBET: Vater, ich bin dankbar für Deine Fürsorge. Führe mich stets auf dem geraden Weg, damit ich für all mein Handeln Verantwortung übernehmen kann. Amen.


Sebestyén Elek Előd